Offener Treff

„Offener Treff“ Mühlhausen findet Zustimmung im Rat, an der vorgesehenen Örtlichkeit schieden sich dann die Geister !

Vor zwei Wochen berichteten wir an gleicher Stelle über die Weiterentwicklung des Kindergartens „St. Nikolaus“ in Rettigheim zu einem Familienzentrum.

In diesem Kontext ist die Implementierung eines „Offenen Treffs“ in Mühlhausen zu sehen, über den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung diskutierte.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Offener Treff“ eigentlich ? Ein „Offener Treff“ soll den Austausch der Familien untereinander fördern, Beratung bzw. Unterstützung soll angeboten werden. Treffen im Elterncafé in lockerer Atmosphäre sowie Fachvorträge von entsprechenden Experten/innen sind ebenfalls denkbar. Dem Wunsch nach einer „Krabbelgruppe“ könnte hier auch entsprochen werden.

Je nachdem, wie sich die Nachfragen entwickeln, kann das Angebot verändert und bedarfsgerecht erweitert werden.

Das gesamte Projekt soll aber keinesfalls als Konkurrenz zum Familienzentrum St. Nikolaus in Rettigheim gesehen werden, es soll vielmehr eine Ergänzung / Erweiterung des Angebots in Mühlhausen sein.

Für die Durchführung des angedachten Projekts müsste eine Stelle ausgeschrieben werden, idealerweise für eine pädagogische Fachkraft. Vorgesehen wäre eine geringfügige Beschäftigung auf 450,- € Basis. Für Sach- und Raumausstattung müssten weitere 5.000,- € (geschätzt) bereitgestellt werden. Da maximal 80 % der Sachausgaben durch ein entsprechendes Landesprogramm übernommen werden, müssten letztendlich lediglich 20 % durch die Gemeinde selbst übernommen werden.

Als vorgesehene Örtlichkeit wurde seitens der Verwaltung eine Geschäftsfläche im Anwesen Hauptstraße 73 in Mühlhausen vorgeschlagen. Über Eignung dieses Ortes entwickelte sich eine rege Diskussion im Rat.

Seitens der Freien Wähler bestand zur eigentlichen Sache „Offener Treff“ einhellige Zustimmung, jedoch sollte nach einer anderen Örtlichkeit gesucht werden, vorzugsweise in gemeindeeigenen Räumen (z.B. das Café International  gegenüber dem Rathaus – kurze Wege zur Verwaltung – oder im Rathaus bzw. Bürgerhaus). Der von der Verwaltung vorgeschlagene Ort sollte vorzugsweise freigehalten werden, um einem potentiellen Gewerbebetrieb Platz zu bieten (Stichwort „Belebung der Ortsmitte“).

Zusätzlicher Effekt wäre die Einsparung von Mietkosten für die Allgemeinheit. Diese waren von der Verwaltung mit jährlich auf 6.000 Euro zzgl. Nebenkosten beziffert und in Form eines Dauermietverhältnisses vorgeschlagen worden.

Dies erscheint uns nicht im Sinne der Allgemeinheit ! Es kann nicht Aufgabe derselben sein, Mieteinahmen für eine Privatperson zu gewährleisten, insbesondere an Örtlichkeiten, die zur Belebung der Ortsmitte prädestiniert sind. Wie bereits oben geschrieben, stehen öffentliche Räume zur Verfügung, um die avisierten Aufgaben gleichfalls effektiv durchführen zu können.

Gemeinderat Sauer stellte fest, dass es nach den bisherigen Redebeiträgen offenbar für die Idee eines „Offenen Treffs“ fraktionsübergreifend Befürwortung zu geben scheint, während die gewählte Örtlichkeit nicht die uneingeschränkte Zustimmung findet.

Insgesamt seien wohl große Schnittmengen vorhanden. Diese sollten nicht an den differenten Punkten scheitern. Eine Vertagung bzw. Vorberatung im zuständigen Ausschuss berge die Chance, eine breitere Zustimmung und ggf. Alternativen zur Örtlichkeit zu erlangen. Diese Chance sollte man nutzen, um größtmöglichen Konsens zu erreichen.

Gemeinderat Sauer stellte dann den Antrag, den Tagesordnungspunkt 5.2 in den Ausschuss für Kulturelles und Soziales zur weiteren Beratung überzuleiten.

Der Gemeinderat stimmte dem Antrag mit 16 Ja-Stimmen und 6 Nein-Stimmen zu.

Für die Freie Wähler-Bürgerliste e. V.
Reimund Metzger, Gemeinderat         

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