Änderung der Abwassergebührensatzung – Anpassung der Gebühren für das Jahr 2026

„Alle Jahre wieder“, so könnte man es nennen, denn im Jahreszyklus muss die Gebühr für Schmutz- und Niederschlagswasser neu berechnet bzw. angepasst werden.

Als Fachmann war in der Dezember-Sitzung des Gemeinderates Herr Wolfgang Triebs von der KBK (Kommunalberatung-Kurz GmbH) eingeladen.

Leider konnte Herr Triebs keine guten Nachrichten überbringen. Für 2026 hält er eine Anhebung beider Gebühren für geboten. Sowohl der Abwasser- und Hochwasserschutzverband Wiesloch als auch der Abwasserzweckverband Kraichbachniederung mit dem Kronauer Klärwerk planen erhebliche Investitionen.

In Wiesloch soll eine vierte Reinigungsstufe gebaut werden, in Kronau eine Kapazitätserweiterung durch eine komplette zweite Reinigungsstraße.

Beide Maßnahmen werden sich auf die Gebühren auswirken, sie werden in den nächsten Jahren kräftig ansteigen.

Aktuell wird die Schmutzwassergebühr von 2,62 €/m2 auf 2,71 €/m2 ansteigen.

Die Niederschlagswassergebühr, die derzeit bei 0,30 €/m2 liegt, wird auf 0,37 €/m2angehoben.

GR Bruno Sauer gibt für die Fraktion der Freie Wähler-Bürgerliste e. V. folgende Stellungnahme ab:

„Herr Spanberger, werte Ratsmitglieder und Zuhörende. Werter Herr Triebs, zunächst danke ich Ihnen für Ihren Vortrag.

Alle Jahre wieder könnte man sagen. Nicht immer bringt uns diese Zeit frohe Kunde, manchmal sind es auch Gebührenerhöhungen.

Die Schmutzwassergebühr erhöht sich um 8 Cent die Niederschlagswassergebühr erhöht sich um 7 Cent je Kubikmeter. Das sind 1.000 Liter! Persönlich bin ich der Auffassung, dass uns diese Erhöhung noch nicht als allzu schlechte Nachricht vorkommen muss, wenn man unsere Rahmenbedingungen hier in Deutschland betrachtet.

Weltweit haben über 2,2 Milliarden Menschen keinen regelmäßigen Zugang zu sicherem bzw. sauberem Trinkwasser, wobei rund 703 Millionen von ihnen nicht einmal eine Grundversorgung haben und länger als 30 Minuten für den Erhalt bzw. Genuss von Wasser laufen müssen oder auf unbehandelte Quellen angewiesen sind. Das bedeutet, dass jeder vierte Mensch keinen gesicherten Zugang zu Wasser hat.

Insofern können wir uns glücklich schätzen. Wir können jeden Tag den Wasserhahn aufdrehen, können das Wasser jederzeit trinken, zum Kochen verwenden und – wir reinigen damit sogar Autos und spülen damit unsere Toiletten. Dies müssen wir bei der ganzen Thematik im Kontext mitberücksichtigen.

Es ist eine Erhöhung, ohne Frage, aber es ist eine, die der Kostendeckung für unsere notwendige und wohlstanderhaltende Infrastruktur dient. Sollten wir einen Überschuss erwirtschaften, wird dieser im Folgejahr wieder ausgeglichen.

In Anbetracht dessen, stimmt die Fraktion der Freie Wähler-Bürgerliste e. V. dieser Erhöhung zu.“

Für die Freie Wähler-Bürgerliste e. V.

Reimund Metzger, Gemeinderat

Foto: R.M.

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