Neubau des Brückenbauwerks Bahnhofstraße startet im April 2021

Hohe Fördersummen stehen stark gestiegene Baukosten entgegen !

Nicht zum ersten Mal stand das Thema „Brückenbauwerk Bahnhofstraße“ auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Sowohl im Juli 2020 als auch im Oktober 2017 hatte man sich mit der Problematik befasst. In dieser Oktobersitzung informierte das Ing. Büro Willaredt den Rat erstmals über den Zustand der Brücke, zeigte auch gleich zwei Lösungsmöglichkeiten auf: Eine Komplettsanierung der Brücke wurde auf 130.000,- EUR – 150.000,- EUR geschätzt. Alternativ standen der Abriss und ein kompletter Neubau einer vergleichbaren Brücke zur Disposition. Die Kosten hierfür wurden auf 200.000,- EUR – 220.000,- EUR beziffert. Mit einer Förderung in Höhe von 60 % könne gerechnet werden. Was die Entscheidung für den Rat damals erleichterte war die Tatsache, dass eine Sanierung etwa 30 – 40 Jahre hält, ein Neubau jedoch zwischen 80 – 100 Jahre Bestand hat. So entschied man sich schon damals für den Neubau einer Brücke.

In der jüngsten Sitzung wurde den Ratsmitgliedern durch Hr. Schuster vom Ing. Büro Willaredt die neuesten Zahlen für das Vorhaben präsentiert. Erfreulich hierbei war, dass Fördermittel in einer Gesamthöhe von 441.750.- € aus verschiedenen Fördertöpfen generiert werden konnten. Dem gegenüber standen allerdings eine drastische Kostensteigerung für die Brücke selbst. Diese wurde jetzt mit 400.000,- € beziffert, die sog. Angleichungsmaßnahmen mit 200.000,- €. Schlussendlich wird der Gemeinde Mühlhausen ein Eigenanteil von 158.250,- € verbleiben. Hier von einer „erfreulich günstigen Kostenentwicklung“ zu sprechen wie vor Kurzem von einem politischen Mitbewerber zu lesen, ist schon eine sehr bemerkenswerte Betrachtungsweise. Die von GR Reimund Metzger in seiner Stellungnahme bemängelte Kostensteigerung wurde in der Sitzung auch vom Vertreter des Ing. Büro Willaredt bestätigt. Hr. Schuster gab an, dass die Preise für Baumaßnahmen massiv gestiegen seien (siehe RNZ-Bericht vom 01.03.2021).

GR Reimund Metzger gab für die Freien Wähler nachfolgende Stellungnahme ab: Über den geplanten Neubau der Angelbachbrücke an der Bahnhofstraße haben wir uns laut Sitzungsunterlage letztmals am 23.07.2020 unterhalten. Erstmals wurden wir mit der Thematik in der Sitzung im Oktober 2017 konfrontiert. Dort wurden wir über den desolaten Zustand der Brücke durch das Ing. Büro Willaredt informiert. Zur Entscheidung stand eine Generalsanierung oder ein Neubau. Wir hatten uns damals bekanntlich für einen Neubau entschieden. Weshalb erzähl ich das Ganze? In dieser besagten Oktobersitzung 2017 wurde der Neubau mit einer Summe von 200.000,- € – 220.000,- € avisiert, eine Förderung von 60 % sei zu erwarten! Aus der aktuellen Sitzungsunterlage können wir entnehmen, dass uns das ganze Vorhaben zwischenzeitlich mindestens 400.000,- € kosten wird, der Fördersatz beträgt nur noch 50 %. Man kann also sagen, dass sich der Neubaupreis in diesen 3,5 Jahren verdoppelt hat.

 Fazit: Es macht wenig Sinn, Baumaßnahmen, um die man ohnehin nicht herumkommt, von Jahr zu Jahr zu schieben. Irgendwann fliegt einem das Ganze finanziell um die Ohren … billiger wird es in der Regel sowieso nicht!

Zurück zur Aktualität:
Es ist schön zu lesen, dass die Maßnahme voraussichtlich im April/Mai angegangen wird und bis zur Kerwe im Oktober abgeschlossen sein soll. Mit der neuen Brücke werden wir endlich auf dieser auch einen Gehweg bekommen, der diesem Namen gerecht wird. Ebenso werden wir ein optisch ansprechendes Brückengeländer bekommen, welches auch den neuesten Sicherheitsvorschriften entspricht. Sinn macht es selbstverständlich auch, dass zum einen die Wasserleitung des ZWL an dieser Stelle erneuert wird und dass man die sog. „Angleichungsmaßnahmen“ im Brückenumfeld angeht (niveaugleiche Ausgestaltung des Fuß- und Radwegs, Untersuchung des Kanalzustandes). Als Anregung für die Verwaltung und das Planungsbüro Willaredt geben die Freien Wähler mit, dass man den Blickwinkel Bahnhofstraße/Obere Mühlstraße in östliche Richtung „entschärft“. Aktuell sind dort Verkehrsteilnehmer jeglicher Art nicht frühzeitig zu erkennen. Erfreulich in diesem Zusammenhang ist natürlich auch die Ankündigung der Kath. Kirche, dass sie die denkmalgeschützte Marienstatue an dieser Einmündung durch eine Fachfirma aufarbeiten lassen will. Wenn alles wie geplant abläuft, hätten wir dort zur nächsten, hoffentlich stattfindenden Kerwe, eine optisch mehr als ansprechende Situation für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie alle auswärtigen Besucherinnen und Besucher.

Für die Freie Wähler-Bürgerliste e. V.
Reimund Metzger, Gemeinderat

 

 

 

 

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