Seniorenpflegewohnheim „Kraichgau Seniorenresidenz Mühlhausen“ auf der Zielgeraden

Auf Einladung der Verwaltung hatten unmittelbar vor der letzten Gemeinderatsitzung alle Ratsmitglieder die Möglichkeit sich vom aktuellen Sachstand der Fertigstellung unserer Seniorenresidenz vor Ort zu informieren. Diese Gelegenheit wurde auch von allen Fraktionen genutzt !

In der anschließenden Sitzung standen dann der Geschäftsführer Rainer Rudolf (Bauträger Fa. Aktiv Wohnbau GmbH), der Geschäftsführer Martin Hiller (Pflegedienst Vitalis Care GmbH) sowie die Einrichtungsleiterin Juliane Hadek-Binz den Gemeinderäten/innen Rede und Antwort. Im neuen Seniorenpflegewohnheim entstehen 90 vollstationäre Pflegeplätze sowie 14 Seniorenwohnungen. Im 1.,2. und 3. Obergeschoss befinden sich je 30 Einzelzimmer, die auf zwei Flügel mit je 15 Bewohner/innen aufgeteilt sind. Im Dachgeschoss befinden sich 14 1-2 Zimmer Appartements in Eigenverwaltung. Die Nachfrage sowohl nach Pflegeplätze als auch nach den Appartements ist anscheinend sehr hoch; acht Appartements sind bereits verkauft sowie 50 % der Pflegeplätze. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass bis ca. April 2020 alle Plätze verkauft sind !

Nach der Vorstellung des Trägers Vitalis Care GmbH sowie der Vorstellung der Konzeption Vitalis Mühlhausen, gaben die Fraktionen ihre Stellungnahmen ab. Für die Freien Wähler tat dies GR Bruno Sauer: „Zunächst darf ich Ihnen Frau Hadek-Binz, Herr Rudolf und Ihnen Herr Hiller für Ihre Vorstellung des Bauverlaufs, des aktuellen Sachstands, ihres künftigen Konzepts sowie für ihre heutige interessante Führung danken. Was Sie heute hier vorgestellt haben war wirklich sehr gut und vor allem, was weitaus mehr wiegt, es war authentisch. Wir hatten hier im Gemeinderat schon oft Vorstellungen von Projekten und alle Vortragenden versuchten das gut zu machen. Aber es gibt immer wieder Unterschiede und den haben Sie heute Abend mit Ihrem authentischen Vortrag gemacht. Als Sie Frau Hadek-Binz vorhin das Leitbild von Vitalis, „Hier bin ich daheim“, vorgestellt haben, musste ich an die Konzeptvorstellung durch den seinerzeitigen Geschäftsführer der Gesellschaft für Siedlungswohnungsbau (GSW) beim Seniorenheim denken. Dieser hat damals ein sehr treffendes Zitat geprägt, das heute aktueller ist denn je. Er sagte „Meine Damen und Herren, es kommt nicht darauf an wie alt man wird, sondern wie man alt wird“. Wer würde dieser Aussage widersprechen ? Ihre Vorstellung heute könnte die eines Erfolgsmodells sein, nämlich das der positiven Gestaltung des Lebensabends für unsere älteren Menschen. Wir sind es als Gesellschaft diesen Menschen schuldig, ihnen diesen Lebensabend erträglich und würdig zu gestalten. Und diese Herausforderung der bereits begonnenen Zukunft wird uns als Gesellschaft immer mehr beschäftigen. Besonders beeindruckt hat mich die Vorstellung Ihres Ausbildungskonzepts. Es ist wichtig, dass diese Kräfte gut ausgebildet sind, damit sie die Pflege und Betreuung angemessen und professionell durchführen können. Die Diskussion über die Lage der Seniorenresidenz war seinerzeit gründlich und die Abwägung nach Vorstellung der Erfahrungswerte eindeutig und einstimmig. Dass man diese Entscheidung wie so oft auch anders sehen kann, ist Teil einer funktionierenden Meinungsdiversität, die unsere Demokratie ausmacht. Die Antwort, ob die Entscheidung richtig oder falsch war, wird die Auslastung der Einrichtung insgesamt und im Besonderen die oft kritisierte, zur Ortsumfahrung B 39 hin gelegene, sein. Ein Gebäude hat nun einmal mehrere Seiten und nicht alle können an der zum Grünen hin ausgerichtet werden. Ich bin zuversichtlich, dass dieser Umstand nicht negativ ins Gewicht fallen wird. Das private Investitionsengagement in diesen Zeiten ist zu begrüßen. Wir hoffen auf einen erfolgreichen Betrieb der Einrichtung und hoffen, dass sich die noch offenen Fragen mit der Zeit klären werden.“

Für die Freie Wähler-Bürgerliste e. V.
Reimund Metzger, Gemeinderat         

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