Kindergarten St. Josef

Diskussion um das Außengelände des Kindergartens St. Josef endete mit einem Kompromiss !

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause befasste sich der Rat mit der Gestaltung des Außengeländes des Kiga „St. Josef“. Zuvor wurden die Ratsmitglieder auf den aktuellen Stand der Umbaumaßnahmen gebracht. Zufrieden nahmen alle zur Kenntnis, dass man gut im Zeitplan liegt und die Arbeiten voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen werden können. Auch der vorab kalkulierte Kostenrahmen wird eingehalten, sodass die 2,3 Mio. € nicht überschritten werden.

Mehrausgaben in Höhe von 71.000,-€ sind durch die fünf Monate längere Mietdauer der Containeranlage zur Auslagerung des Kigabetriebs während der Umbaumaßnahme entstanden. Diese werden aber durch Minderausgaben bei der Möblierung und Einrichtung egalisiert.

Zur Gestaltung des Außengeländes wurde von der Kath. Verrechnungsstelle Heidelberg-Wiesloch lediglich e i n Angebot der Fa. „Die Werkstatt-Spielart-Heidelberg eG“ eingeholt. Dieser Umstand wurde u.a. auch seitens der Freien Wähler kritisiert. Natürlich handelt es sich bei dem Anbieter um eine in der Außenraumgestaltung von Kindergärten sehr erfahrene Firma, welche sehr hochwertige Spielgeräte anbietet, jedoch wurde man von der Angebotssumme von insgesamt 255.369,24 € doch überrascht.

Recht schnell war man sich parteiübergreifend darin einig, dass man die Pflaster- und Tiefbauarbeiten, die mit 55.000,-€ zu Buche schlagen, aus dem Angebot herausnehmen kann, da man sich sicher war, diese Arbeiten kostengünstiger vergeben zu können.

Um die verbleibenden 200.000,-€ entwickelte sich dann eine lebhafte Diskussion mit diversen Vorschlägen zur Reduzierung dieser Summe. Da alle Elemente des Angebots modular aufgebaut sind, könne man, so der Vorschlag der Verwaltung, zunächst nur den vorderen und den rückwärtigen Bereich verwirklichen. Der Mittelteil, das sog „Fischerdorf“, kann dann zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden. Dies würde eine Einsparung von 21.000,-€ erbringen. Ebenso können auch bereits vorhandene Spielgeräte weiterverwendet werden. Eine nochmalige Nachverhandlung mit dem Anbieter bringe evtl. auch eine Kostenreduktion.

Auch hat sich in der Zwischenzeit ein „Förderverein für den Kiga St. Josef“ gegründet, der bereits eifrig Spendengelder sammelt, um die Kosten für das Außengelände damit zu reduzieren.

Kritisch gegenüber den avisierten Sparmaßnahmen äußerte sich unsere GRin Martina Krause. Sie bemängelte u.a., dass die erhöhten Mietkosten für die Containeranlage der Bemöbelung des neuen Kindergartens gegengerechnet werden. Für die bauliche Verzögerung seien die entsprechenden Firmen verantwortlich. Ebenso widersprach sie einer Aufsplittung der Anschaffung der neuen Spielgeräte im Außenbereich, schließlich sei der Kiga St. Josef mit dann 120 zu betreuenden Kindern der Größte in der Gesamtgemeinde. Seitens unseres größten politischen Mitbewerbers wurde eine Kostendeckelung auf 150.000,-€ gefordert. Im weiteren Verlauf der emotional aber stets fair geführten Diskussion, kristallisierte sich dann ein Kompromissvorschlag in Höhe von 170.000,- € heraus, welcher auch von den beiden GR Bruno Sauer und Reimund Metzger eingefordert bzw. unterstützt worden war. Das Plenum folgte dann, bei einer Enthaltung, dem Kompromiss.

Fazit: Die Diskussion um diesem wichtigen TOP war wieder einmal ein Beispiel für gelebte Demokratie, denn diese braucht auch die Bereitschaft zum Kompromiss !

Für die Freie Wähler-Bürgerliste e.V.

Reimund Metzger, Gemeinderat

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